Über uns

Vorstand Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Uwe Paulsen wurde 1953 in Celle geboren. Nach dem Zivildienst studierte er in Göttingen und Frankfurt Anglistik, Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien . Er unterrichtete an der Augustinerschule in Friedberg, der Herderschule in Frankfurt und war von 2004 bis 2019 Studiendirektor in der Schulleitung des Heinrich-von-Gagern Gymnasiums. Von 1989 bis 1997 war er Mitglied der Grünen im Ortsbeirat 3 und von 1997 bis 2019 Mitglied der Fraktion Die Grünen im Römer in der Stadtverordnetenversammlung, zuletzt als Sprecher für Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft. Er ist u.a. Mitglied im Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen Frankfurt und der Alten Oper.

Sowohl in seiner Tätigkeit im Schuldienst wie auch als Stadtverordneter war für ihn das Thema Erinnerungskultur von großer Bedeutung. In der Hessischen Lehrerfortbildung lag ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf der juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen nach 1945.

Uwe Paulsen ist seit vielen Jahren Mitglied des Fördervereins. Er engagiert sich zudem in der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte, der Museums-Gesellschaft und bei den Freunden und Förderern des Historischen Museums.

Am 23. Mai 2026 wurde Uwe Paulsen von der Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden des Fördervereins Fritz Bauer Institut gewählt.

Eva-Maria Ulmer ist in Marbach am Neckar aufgewachsen. Von 1968 bis 1974 studierte sie Humanmedizin in München, Heidelberg und Frankfurt am Main. Nach der Facharztausbildung zur Ärztin für Innere Medizin war sie bis 1993 im Krankenhaus tätig. Parallel dazu absolvierte sie eine Ausbildung zur psychoanalytischen Psychotherapeutin. Zum Wintersemester 1993/94 wurde sie als Professorin an die Fachhochschule Frankfurt, heute Frankfurt University of Applied Sciences, berufen. Neben Lehre und Forschung war sie dort bis 2015 in weiteren Funktionen tätig: als Dekanin im Fachbereich 4 »Soziale Arbeit und Gesundheit« und als Vizepräsidentin für Studium und Lehre. Seit 2005 ist sie Projektleiterin eines durch Drittmittel geför- derten Forschungsprojekts zu jüdischer Pflegegeschichte, das auch die Internetseite www.juedische-pflegegeschichte.de betreibt. Sie engagiert sich ehrenamtlich als Lesepatin sowie in der Sprechstunde der »Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung«.

Auf der Mitgliederversammlung am 7. Mai 2022 wurde Eva-Maria Ulmer als stellvertretende Vorsitzende in den Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts gewählt.

Thomas Kreuder wurde in Frankfurt am Main geboren. Er hat in Berlin und Frankfurt am Main Rechtswissenschaft, Germanistik und Politik studiert und beide juristische Staatsexamina abgelegt. Anschließend war er Assistent am Fachbereich Rechtswissenschaft und wurde bei Prof. Dr. Spiros Simitis promoviert. Von 1995 bis 1998 leitete er das Ministerbüro im Hessischen Finanzministerium. In dieser Funktion wirkte er daran mit, dass aufgefundene Akten der Finanzverwaltung über die Ausplünderung von Juden während der NS-Diktatur an das Fritz Bauer Institut übergeben wurden und dieses einen Forschungsauftrag erhielt, aus dem die Wanderausstellung »Legalisierter Raub« hervorging. Nach einer Station als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht war er seit 2000 als Syndikusrechtsanwalt in einem internationalen Industrieunternehmen tätig und leitete dort den Konzernbereich Recht und Patente. Kreuder ist Stadtverordneter für die SPD in Bad Homburg und in zahlreichen Vereinen ehrenamtlich aktiv.

Dem Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts gehört Thomas Kreuder seit Mai 2022 als Beisitzer an, seit Februar 2025 als Schatzmeister.

Gabriele Mielcke, geboren in Wiesbaden, hat an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Philipps-Universität Marburg Politische Wissenschaften und Germanistik studiert. Sie schrieb ihre Magisterarbeit über Lösungsversuche des Nahostkonflikts und befasste sich nach dem Studium kontinuierlich mit der Antisemitismus- und Holocaustforschung. Nach einer journalistischen Ausbildung und freier Mitarbeit bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) arbeitete Gabriele Mielcke von 1976 an beim Reutlinger General-Anzeiger, ab 1979 in Braunschweig und München beim Kulturmagazin Westermann’s, dessen stellvertretende Chefredakteurin und Chefin vom Dienst sie bis 1987 war. Anschließend kehrte sie als Redakteurin der FAZ, unter anderem im Kulturressort, nach Frankfurt am Main zurück. Seit den 1990er Jahren ist Gabriele Mielcke selbständige Beraterin und Publizistin für Kultur-Kommunikation in Frankfurt.

Im März 2017 wurde Gabriele Mielcke als Beisitzerin in den Vorstand des Fördervereins gewählt, dessen Schriftführung sie im März 2019 übernommen hat. Seit Mai 2022 repräsentiert sie ihn auch als dessen zweite Vertreterin im Stiftungsrat des Fritz Bauer Instituts.

Philipp Georgy wurde in Marburg an der Lahn geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und legte 2007 die erste juristische Staatsprüfung ab. Es folgte eine Tätigkeit am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie von Prof. Dr. Georg Freund an der Philipps- Universität. Bei diesem promovierte er 2010 mit einer Arbeit zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit für Arzneimittelrisiken. Das Rechtsreferendariat absolvierte er am Landgericht Wiesbaden und beendete 2012 den Vorbereitungsdienst. Er trat sodann in den Justizdienst des Landes Hessen ein. Während der Proberichterzeit war er bei der Staatsanwaltschaft Limburg tätig. Im Jahr 2015 folgte eine Abordnung an das Hessische Ministerium der Justiz als Referatsleiter in der Strafrechtsabteilung und schließlich der Wechsel in das Beamtenverhältnis.

Philipp Georgy ist seit Mai 2022 Mitglied des Vorstands des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts. Sein Interesse gilt der juristischen Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen und der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rechtsextremismus.

Tom Winhold, geboren 1974 in Hanau, studierte in Frankfurt, Gießen und Castellón (Spanien) Politikwissenschaft und Neuere Geschichte sowie Rechtswissenschaften und erwarb den Magistergrad. Nach über zwanzigjähriger hauptamtlicher Tätigkeit als Gewerkschaftssekretär in mehreren DGB-Gewerkschaften, ist er nun als Referent beim Gesamtpersonalrat der Landeshauptstadt Wiesbaden tätig. Nebenberuflich lehrt er seit 18 Jahren vorwiegend Politische Ökonomie und Politische Theorie an der Justus-Liebig-Universität.

Ehrenamtlich gehört er in Frankfurt dem Ortsbeirat 16 als Fraktionsvorsitzender der SPD an und ist Mitglied in den Landesvorständen der Naturfreunde Hessen sowie des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Tom Winhold wurde auf der Mitgliederversammlung am 23. Mai 2026 als Beisitzer in den Vorstand des Fördervereins Fritz Bauer Institut gewählt.

Daniela Kalscheuer studierte Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und der Ludwig-Maximilians- Universität (LMU) München. Nach dem Studium arbeitete sie unter anderem als TV-Redakteurin und Dramaturgin für verschiedene Produktionsfirmen. Im Jahr 2012 promovierte sie zum national- konservativen und nationalsozialistischen Weltkriegsfilm, unterstützt mit einem Stipendium des Cusanus-Werks, bei Prof. Jens-Malte Fischer an der LMU München. Seit 2014 arbeitet sie als Studienleiterin für Interkulturelles und Zeitgeschichte an der Katholischen Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom Frankfurt. Hierbei liegen die Schwerpunkte unter anderem auf den Themen Erinnerungskultur, zivilgesellschaftliches Engagement, Rechtspopulismus und -extremismus sowie Antirassismus und Postkolonialismus.

Bei der Vorstandswahl des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts im Mai 2022 wurde Daniela Kalscheuer als Schatzmeisterin in den Vorstand des Fördervereins gewählt. Im Februar 2025 hat sie das Amt abgegeben und ist seitdem als Beisitzerin im Vorstand.

Hans Riebsamen, geboren am 27. Februar 1954 in Schwäblishausen, hat nach seinem Abitur in Sigmaringen (Hohenzollern) in Freiburg im Breisgau und Frankfurt am Main Geschichte und Germanistik studiert. Nach seinem Referendariat an einem Frank- furter Gymnasium absolvierte er ein Aufbaustudium Journalistik in Mainz, arbeitete als freier Mitarbeiter für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und wurde 1989 Redakteur dieser Zeitung. Er war an der Gründung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beteiligt und kehrte 2003 zur Rhein-Main-Zeitung der FAZ zurück, wo er angefangen hatte. Er schrieb unter anderem über Politik, Geschichte, Verkehr, Judentum und Zirkus. Im Jahr 2006 wurde er mit dem hessischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Ferner erhielt er für seine Arbeiten über jüdische Geschichte und Gegenwart den Preis der Frankfurter Alexander-Stiftung und den Saltarino-Preis für seine Zirkus-Berichterstattung. Im Jahr 2020 ging er in Rente, schreibt aber weiterhin frei für die FAZ.

Im Mai 2022 wurde Hans Riebsamen als Beisitzer in den Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts gewählt.

Dieter Wesp, geboren in Erzhausen bei Darmstadt, absolvierte zunächst eine Lehre als Chemielaborant bei den Farbwerken Hoechst. Nach dem Abitur am Hessenkolleg Frankfurt studierte er Diplompädagogik an der Goethe-Universität. Er arbeitete als Pädagoge an der Hessischen Erwachsenenbildungsstätte Falkenstein, bis er in den Vorstand der IG Metall wechselte und dort das Onlineangebot aufbaute und die Onlineredaktion leitete. Seit 2012 arbeitet er als zertifizierter Stadtführer der Stadt Frankfurt. Als Stadtteilhistoriker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft erstellte er eine Fallstudie zur »Arisierung« jüdischer Immobilien durch die Stadt Frankfurt am Main. Durch die Bekanntmachung der sogenannten Miersch-Liste erreichte er einen Stadtverordnetenbeschluss, der die systematische Aufarbeitung dieser »Arisierungsvorgänge« auf den Weg brachte. Zudem initiierte er Stolpersteine für die Familien Theodor W. Adorno und Friedrich Dessauer sowie eine Infotafel am Geburtshaus Adornos. Er ist Mitherausgeber der Briefe der ersten Frankfurter Sozialdemokratin im Reichstag Johanna Tesch.

Mit seinen Vorträgen ist Dieter Wesp dem Förderverein des Fritz Bauer Instituts schon seit längerem verbunden. Auf der Mitgliederversammlung am 7. Mai 2022 wurde er als Beisitzer in den Vorstand des Fördervereins gewählt.

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