Ausstellungseröffnung Jüdisches Leben in Frankfurt

Weiterleben nach der Shoah: Gespräche mit Eva Szepesi und Benjamin Graumann, Rafael Herlich, Hans Riebsamen, Katharina Fertsch-Röver liest aus „Nie gefragt, nie erzählt“

Montag, 22. Juni 2026 um 19:00 Katharinenkirche, an der Hauptwache, Zeil 131, 60313 Frankfurt am Main 

Fotos von jüdischem Leben in einer evangelischen Kirche? Na klar, denn jüdisches Leben gehört zur Stadt Frankfurt wie christliches und muslimisches Leben. Und deshalb gehört es gerade in einer Zeit von zunehmendem Antisemitismus mitten nach Frankfurt – in alle öffentlichen Gebäude!

Die eindrucksvollen Fotos von Rafael Herlich, die im Laufe der letzten 40 Jahre entstanden sind, spiegeln unterschiedliche Facetten jüdischen Lebens in Frankfurt wider: Religion, Tradition, Sport Feiertage.
Ergänzt werden diese Momente jüdischen Lebens durch Fotos von Überlebenden des Holocaust mit ihren Enkeln aus dem von Rafael Herlich zusammen mit Hans Riebsamen herausgegebenen Buch „Nie gefragt – nie erzählt“ (Frankfurt 2024). Bemerkenswert der Mut von Überlebenden der Shoah, trotzdem oder gerade nach Frankfurt zu gehen und dort ein neues Leben aufzubauen und Familien zu gründen. Aber wie die Täter schwiegen auch die Überlebenden des Holocaust meist über ihre Erlebnisse, erst gegenüber der Enkelgeneration begannen sie ihre Geschichte zu erzählen.

Die Ausstellung Jüdisches Leben in Frankfurt ist während der Öffnung der Katharinenkirche Mo. -Sa. von 12-18 Uhr zu besichtigen. Bei der Vernissage am 22. Juni um 19 Uhr werden Eva Szepesi, Benjamin Graumann, Rafael Herlich und Hans Riebsamen über ihre Sicht auf Frankfurter jüdisches Leben nach der Shoah erzählen.

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